Wie funktioniert Online - Banking?

Beim Online - Banking werden Bankgeschäfte wie z. B. der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, das Einholen einer Auskunft über den Kontostand, das Durchführen von Überweisungen, das Erwirken eines Dauerauftrages etc. über das Internet abgewickelt. Jegliche Kontobewegungen lassen sich einsehen zu jeder Zeit und von jedem Ort mit Internetzugang aus. Die Bank - Transaktionen online durchzuführen sind auch meist wesentlich preiswerter als direkt am Bankschalter.

Für die Nutzung des Onlinebanking ist ein entsprechend freigeschaltetes Konto (Depot) bei der entsprechenden Bank bzw. Sparkasse erforderlich. Für dieses Konto erhält man dann eine PIN-Nummer (persönliche Identifizierungsnummer) und einen TAN-Nummernblock (Transaktionsnummernblock).

Mit der PIN-Nummer identifizieren sie sich und erhalten damit Zutritt zum Portal des entsprechenden Geldinstitutes. Hierbei handelt es sich meist um eine geschützte Seite der Bank. Dies erkennen sie durch den Beginn der Internetadresse: https://, statt http://. Bei der Erstanmeldung wird man aufgefordert, die PIN-Nummer zu ändern. In der Regel ist sie 5- oder 6-stellig und setzt sich aus Zahlen und Buchstaben zusammen, wobei auch auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten ist. Aus Sicherheitsgründen werden Reihen meist nicht zugelassen wie z. B.: ABCDE, abcde, 12345 oder 56789; auch gleichartige Zeichen wie 77777 oder aaaaa usw. sind nicht erlaubt. (Achten Sie darauf, dass andere Leute keinen Zugriff auf Ihre PIN-Nummer erhalten können.)

Die eigentliche Bearbeitung einer Transaktion z. B. das Ausfüllen einer Überweisung oder der Kauf von Aktien verläuft oft im Offline-Betrieb und erst zur Übertragung der Daten an die Bank wird wieder eine Online-Verbindung hergestellt, sodass man sich nur möglichst kurz im Netz befindet. Für diese Übertragung wird dann nach der TAN-Nummer gefragt.

Die TAN-Nummer ist meist eine 6-stellige Zahl und dient als ihre Unterschrift bei Abschlüssen von Transaktionen. Aus Sicherheitsgründen ist eine TAN-Nummer nur einmal einsetzbar (deshalb erhält man auch einen Nummernblock). Dieser Nummernblock ist nummeriert und sie werden von der Bank, zur Durchführung einer Aktion, aufgefordert eine bestimmte Nummer aus diesem Block einzutragen. Vertippen sie sich, steht diese Nummer nicht mehr zur Verfügung, und sie erhalten die Aufforderung eine andere Nummer einzugeben. Vertippt man sich dreimal, so wird der ganze Nummernblock geschlossen und ist nicht mehr nutzbar.

Die Datenübertragung an sich läuft dann über ein Verschlüsselungsprotokoll SSL (Secure Sockets Layer) bzw. der Weiterentwicklung, dem TLS - Protokoll (Transport Layer Security).

Nach dem Abschluss der Transaktion ist es auch möglich und sinnvoll die Bank Ihren Auftrag mit einer Nummer bestätigen zu lassen. Dies geschieht dann unter Anwendung einer BEN – Nummer.

Achten sie beim Online – Banking immer darauf, dass sie sich auf der richtigen Internetseite der Bank befinden. (Kontrollieren sie dazu die Internetadresse. Abweichungen, so minimal sie auch erscheinen mögen, können auf einen Missbrauchsversuch hindeuten. Wenden sie sich umgehend an die Bank und brechen Sie vor allem den Transaktionsvorgang ab.) Verlassen sie das System immer über das Bank-Logout, um auch hier Datenmissbrauch zu vermeiden. Überprüfen sie auch permanent ihre Firewall und halten sie ihre Virenschutzprogramme stets auf dem Laufenden.

Anmerkung:
Ist man im Besitz eines Chipkartenlesegerätes, kann man eine Chipkarte nutzen, die die Unterschrift enthält, die dann zur Abwicklung einer Transaktion eingelesen werden kann.